Erdbeben 2010

Nach dem verheerenden Erdbeben vom 12. Januar 2010 gab es im Kinderheim Maison des Anges wie durch ein Wunder keine schwerverletzten Menschen. Die Gebäudeschäden waren jedoch erheblich. Alle Kinder mussten evakuiert werden, da das Gebäude einsturzgefährdet war.

Nach dem ersten Schock um das Geschehene stellte die Grundversorgung der Kinder das grösste Problem dar. Vor allem fehlte das Trinkwasser,  auch Medikamente,  Windeln und andere Sachen fehlten. Erste Spenden trafen ein, um Nahrung zu kaufen. Die Heimleitung und Heimmitarbeiterinnen waren dankbar über die Solidarität und spontane Hilfe aus der ganzen Welt. Das Schweizerische Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) baute auf dem Gelände des Kinderheims zwei Grossraumzelte auf und stellte die Wasserversorgung sicher.

Wiederaufbau des Heims

Die schweizerische Organisation Timoun plante daraufhin zusammen mit Help a Child e.V. in Deutschland und der Heimleitung des Maison des Anges den Wiederaufbau des Kinderheims mit Spendengeldern.

Im April 2010 wurde mit den Abbrucharbeiten begonnen und der Neubau geplant. Es war allen ein Anliegen, den Neubau so zu gestalten, dass genügend sanitäre Anlagen für die Kinder und das Personal zur Verfügung stehen. Auch sonst sollte der Neubau den Bedürfnissen der Kinder entsprechend optimiert werden. Wenn immer möglich wurde mit einheimischen Firmen zusammengearbeitet, damit auch die Wirtschaft mit den Spendengeldern gestärkt werden konnte. So erhielten Maurer, Zimmerleute, Dachdecker, Anstreicher usw. durch Spenden aus der Schweiz und Deutschland Jobs. Schreiner wurden damit beauftragt, Kinderbetten und Schränke zu fertigen.

Einzug in das neue Haus

Der Wiederaufbau des Maison des Anges beanspruchte ein knappes Jahr. Die Kinder, welche in dieser Zeit in den Zelten übernachteten, konnten im März 2011 in das neue Haus einziehen.

Leider machte die Cholera vor dem Maison des Anges nicht Halt. So gab es im Heim vereinzelt Ansteckungen. Eine Mitarbeiterin von Help a Child war vor Ort und schulte und unterstützte das Personal beim Einhalten der Hygienemassnahmen. Ein Teil der Kinder wurde gegen Cholera geimpft.

Mehr Informationen zum Erdbeben in Haiti vom 12. Januar 2010 finden Sie auch auf der entsprechenden Seite von Wikipedia.